Gasthaus Tramšek / Slowenien

Zum Geburtstag wurden wir von Prof. Mundl ins Gasthaus Tramšek in Slowenien eingeladen. Dieses  liegt nahe der österreichischen Grenze in der Nähe von Jeruzalem und Ljutomer (Luttenberg – steirischen Weinkennern sagt das vielleicht etwas).

Man muss aufpassen, dass man nicht an dem Gasthaus vorbeifährt, da es nicht so wie ein typisches Gasthaus aussieht, sondern mehr wie ein etwas größeres gepflegtes Privathaus.

Wir wurden von Anfang an speisen- und weintechnisch höchst zuvorkommend bedient, das muss ich besonders hervorheben!

Zum Start gab es selbstgemachte (traumhafte) Grammelpogatschen und Buchweizen-Walnussbrot, dazu tranken wir slowenischen Sekt von gomila/Jeruzalem

 

Dann kamen die Vorspeisen:

Der Frischkäse, das Geselchte und das Gurkenparfait – alles war hausgemacht! – Was sich auch im feinen und eleganten Geschmack widerspiegelte.  Wer täglich zu McDonald’s geht, dem wird das wahrscheinlich nicht schmecken, weil die künstlichen Geschmacksverstärker fehlen…..

 

Dann kamen die Hauptspeisen: Rehfilet mit Topfen-Buchweizenstrudel, Schweinsbraten mit Zucchinigemüse, Pfeffersteak und slowenische Nudeln (mit Frischkäse), alles wunderbar serviert; dazu einen intensiven slowenischen Wein von Kogl (in Slowenien gibt es gute Weine! Das weiß bloß niemand….)

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Zuletzt die Nachspeisen: Buchweizenschnitten mit Himbeergelee, Marillenkuchen und eine traumhafte warme Topfen-Gibanica; und zum Abschluss Vanillekipferl

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Fazit: Wer frische, hausgemachte und regionale (untersteirische/slowenische) Küche mit Pfiff und Eleganz serviert liebt, kann man dieses Haus nur empfehlen! Das Essen ist wunderbar, die Bedienung absolut toll und man fühlt sich wie zuhause! 💐

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Karpfenpörkölt mit Buchweizennockerln

Das ist eines unserer Lieblingsessen, von dem wir, einmal angefangen zu essen, nicht genug bekommen können….! 😊

Es hört sich vielleicht gar nicht so spektakulär an, und man fragt sich, was denn an einem Fischgulasch (Iiiihhhh, Gräten!!!), noch dazu mit einem fetten Karpfen 🙄 und gewöhnlichen Nockerln so besonderes sein soll?!

Erstens gibt es in diesem Pörkölt keine Gräten.

Zweitens ist der Karpfen alles andere als fett und/oder tranig, so wie es vielleicht viele von uns noch von früher in Erinnerung haben. Unser Karpfenfilet war vom Gut Hornegg, das eine tolle Biofischzucht betreibt, und dieser Karpfen ist ausgesprochen gut im Geschmack und grätenfrei! Und

Drittens hat es sich für uns herausgestellt, dass Nockerl bzw. Spätzle DIE perfekte Beilage  zum Karpfenpörkölt sind. Das hätte ich auch nie vermutet…. und weil ich ja so viel Buchweizenmehl zuhause habe, dachte ich mir, wieso nicht die Nockerl diesmal mit Buchweizen versuchen? 😎

 

Das Rezept ist ganz einfach:

Ein oder zwei Zwiebeln und ein bißchen Knoblauch in Öl anbraten, mit einer ordentlichen Portion Paprikapulver (mild oder scharf, wie man es mag. Wir mögen es jedenfalls scharf!😆) versehen, idealerweise mit Fischfond aufgießen (muss aber nicht sein, dann eben mit etwas Würfelpulver würzen).

Dann möglichst rauhe Mengen rote und gelbe, aber keine grünen Paprika und Tomaten hineingeben und das Ganze eine halbe Stunde am Herd vor sich hinköcheln lassen.

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Inzwischen das Karpfenfilet in mundgerechte Stücke schneiden und die Nockerl machen: 2 Eier, Milch und Mehl – auch wenn man Buchweizenmehl nimmt, sollte man ca. die Hälfte Weizenmehl dazunehmen, da der Teig sonst nicht wird – mit ein wenig Salz und Muskatnuss verrühren und kurz ziehen lassen. Mengenangaben sind hier relativ sinnlos, der Teig muss jedenfalls so zäh sein, dass er bei der Nockerlreibe nicht durchrinnt und sich mit dem Messer oder Spatel gut durchstreichen lässt. Also ins kochende Salzwasser spachteln 🙃, und die Nockerl sind fertig, wenn sie an die Wasseroberfläche schwimmen. Abseihen und mit Butter verfeinern.

Zum Schluss erst kommen die Karpfenfiletstücke und Petersilie (für Scharfe: noch etwas frischer Chili – aber unbedingt vorher kosten, denn der scharfe Paprika kann sogar sehr scharf sein!) ins Pörkölt, das lässt man ein paar Minuten ziehen und fertig ist das perfekte Fischgulasch! 🐟🌶🐠🍅🌶🐟

Als Weinbegleitung passt ein kräftiger Weißwein dazu, in unserem Fall war es diesmal ein Grüner Veltliner Smaragd  Achleiten von der Domäne Wachau; also nicht das, was man oft unter Veltliner-Sauerampfer missversteht! 😄

 

 

Buchweizenblinis mit Alpenkaviar

Heute muss ich einmal Werbung machen für den besten Kaviar, den ich je gegessen habe! Nicht, dass ich so oft dazukomme 😎, aber heute gab es Kaviar zu einem Anlass. Und zwar einen ganz besonderen: Österreichischen Kaviar vom sibirischen Stör aus den Kalkalpen, ganz einen Seltenheit! Die Qualität dieses Kaviars ist wirklich außerordentlich.

alpenkaviar.at

 

Dieser hat nichts mit den total übersalzenen schwarzen Kügelchen gemein, die man ansonsten unter dem Begriff Kaviar kaufen kann; im Gegenteil, er ist wunderbar mild und nur ganz wenig gesalzen. Vor vielen Jahren brachte mein damaliger Onkel, also Ex-Onkel 🤔, aus Russland sehr guten Kaviar mit, und dieser schmeckte damals genau so.

Und da Kaviar typischerweise gerne auf Blinis angerichtet werden, dachte ich mir, mache ich gleich welche! Das sind kleine Pfannkuchen, die aus Buchweizenmehl mit Eiern, Milch und Germ gemacht werden.

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Diesmal habe ich sie aber nicht nach dem komplizierten Rezept gemacht, in dem man die Eier trennen, den Teig stundenlang gehen lassen und den Eischnee unterheben muss, sondern einfach ruckzuck alles zusammengerührt, einen halbe Stunde gehen lassen und fertig. Nicht zu glauben: So gut wie heute waren sie noch nie!

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Einen Löffel Sauerrahm darauf und den Kaviar (der orange Kaviar ist Forellenkaviar von einer anderen Firma), einen Wein oder am besten Champagner dazu, und man fühlt sich wie Gott in Frankreich!

 

Jetzt muss ich noch etwas ergänzen dazu😊!  Die Firma alpenkaviar.at produziert und verkauft auch u.a. geräucherten Stör. Diesen habe ich im Zuge des Kaviarerwerbes 😜 auch gekauft, eigentlich nur zum Kosten, weil ich prinzipiell ein neugieriger Mensch bin 😳 – und was soll ich sagen? So etwas Gutes ist mir noch selten untergekommen!! Dieser Fisch ist einfach ein Traum! Gleichzeitig kompakt und zart (ja, das gibt es) und supertoll im Geschmack!

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